Klettern im goldenen Dreieck: Siurana, Margalef, Montsant

Wir befinden uns immer noch in der Serra de Montsant, unweit von Reus, abgeschieden von den schrecklichen Badeorten wie Salou oder Cambrils an der Costa Daurada, wo die Hotels unbeteiligt in Reih und Glied stehen und auf den nächsten Sommer warten. Die drei Topgebiete Siurana, Margalef und Montsant bilden das goldene Dreieck in der Serra de Montsant. Hier gibt es mehr Fels als Hotels in Cambrils, was immerhin etwas bedeutet!

Marvin Winkler in “Aitzol” (8c) in Margalef

Hier oben tickt die Uhr langsamer, was wir insbesondere während der langanhaltenden Regenperiode zu spüren begannen, welche uns in den Bus “verbannt” hat. Adrian hat sich zwischenzeitlich (notgedrungen) zu einer Leseratte entwickelt und Rahel zieht ein Buch nach dem anderen durch.  Da uns der Lesestoff auszugehen schien, haben wir uns in Barcelona kurzerhand mit einem Stapel Bücher eingedeckt. Weise Leute dieser Welt:  zieht euch warm an, unsere Tickliste an Büchern ist endlos!!

Die wenigen Klettertage, die wir bis jetzt hier geniessen konnten, verbrachten wir zu beginn in Margalef. Anschliessend sind wir nach Siurana und Montsant rübergeblitzt. Während in Siurana technisch anspruchsvolle Kletterei im besten Kalk aufwartet, ist in Montsant doch eher Ausdauer gefragt, nicht nur beim Zustieg!

Der “Raco de Missa” in den Konglomeraten der Serra de Montsant

Eine unserer vielen netten Bekanntschaften war der Darmstädter Einsiedler und Starkstromer Marvin, der sich für einen Monat alleine nach Margalef aufgemacht hat – im VW Polo, den er kurzerhand in ein fahrendes Bett umgebaut hat – na dann: Gute Nacht!

Aber eines fragen wir uns doch: Wo sind denn all die Schweizer Kletterer? Nach drei Monaten herumvagabondieren haben wir noch keine Schweizer getroffen. Wo die wohl alle stecken…?

Als die Sonne noch schien: Adrian sicher sehr aufmerksam 😉

Sofern es das Wetter zulässt, werden wir die nächsten zwei Wochen noch in Siurana bzw. Montsant verbringen, bevor wir dann zum Bräunen in den Süden fahren. Rahel hat sich vom Klettern eine mehrtätigige Auszeit genommen und reist zum zweiten Mal seit unserer Ankunft in Katalonien nach Barcelona, um ihre Kollegin zu besuchen, Lesestoff zu besorgen und dem Leben eines normalen Bürgers in der Stadt nachzugehen. Back to civilization!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.