Flamenco und Chorreras in Andalusien

Die letzte Woche in Siurana (so ende November) haben wir (die zwei Ösis, Sergio Ramos und die Blitzbesatzung)  in einem Häuschen im mittelalterlichen Siurana verbracht. Nicht nur, damit Adrian seine Verletzung auskurieren konnte, sondern auch um wieder mal in einem ordentlichen Bett zu schlafen, lange und heiss zu duschen und um an den langen Abenden Film um Film reinzuziehen.

Siurana – ein Traum von einem Dorf mitten im Klettergebiet…
Auch Tischgrill kann man in einem Haus machen, hehe!

Nach sieben Tagen Dekadenz wurde es aber Zeit, die katalanische Hügellandschaft zu verlassen und in Richtung Süden zu blitzen. In Gandia, einem kleinen Kletterspot im gleichnamigen Badeort vor Alicante, machten wir (Sergio, Rahel und Adrian) einen kleinen Zwischenstopp. Dort konnte Adrian zu seiner grossen Zufriedenheit wieder in die Vertikale, wenn auch nur 6a Toprope. Doch das sollte sich bald ändern…

Das Busgespenst. HUHUUUU!

Ebenfalls bei Alicante liegt Sella, wo wir ebenfalls einen zweitägigen “Blitzstopp” eingelegt haben. Doch die Lust nach Flamenco, Churros (ein spanische Spezialität) und Chorreras (auch eine spanische Spezialität, nämlich Sinter!), trieb uns immer weiter in Richtung Granada. Granada ist berühmt für den arabischen Touch der Stadt und natürlich für die Alhambra. Und da wir keine Kulturbanausen sind, haben wir dieses monumentale Bauwerk aus dem Mittelalter auch besucht. Doch mehr als die Alhambra haben uns die vielen, kleinen Gässchen in der Altstadt beeindruckt. Granada: Eine Granate unter den schönen Städten!

Ein Deckenornament in der Alhambra.
Ein Deckenornament in der beeindruckenden Alhambra in Granada. Etwas Kultur muss sein!

Die Flamenco-Show in Granada haben wir leider verpasst, doch die Flamenco-Bombe ist in El Chorro geplatzt, unserem “Point of Return” des Klettertrips. Ein paar beduselte Hippie-Andalusier haben uns in einer Finca in El Chorro-Village eine äusserst amüsante Flamenco-Show geboten. Viel authentischer konnte es nicht mehr werden.

In El Chorro wurden dann auch die Chorreras gefunden (heisst das Dorf deshalb so?). Und zwar massenweise, was Rahel zum Durchstieg ihrer ersten 7b+ verhalf. Doch nicht nur Chorreras gibt es in El Chorro, sondern auch viele Hippies, Aussteiger und vor allem: Eine sagenhafte Schlucht, durch welche sich eine eindrückliche Bahnlinie schlängelt.

“Next Stop: Makinodromo”: Die Zuslinie zwischen Malaga und Cordoba ist gleichzeitig auch der Zustiegsweg zum Makinodromo.
Der “Camino del Rey”, der sich durch die Schlucht zieht, hat uns leider schon beim Zustieg abgeworfen…
… also haben wir die Zugslinie genommen, wo man auch spektakuläre Ausblicke auf die Schlucht erhaschen kann.

Mit unserem langzeitigen Begleiter Sergio Ramos, sind wir nach wenigen Tagen schon wieder ins nächste Gebiet gerasselt, welches nur 20 Minuten hinter El Chorro liegt, aber sich in vielem Unterscheidet: Es gibt mehr schattige Sektoren, es gibt viele Löcher und keine bleichen Rockfax-Engländer. Zudem ist der Schlafplatz in “Desplo” allererste Sahne (siehe Foto). Sergio wird uns diese Woche nach einem Monat mit uns verlassen – es war eine schöne Zeit. Aber Sergio, du musst dich jetzt wieder dem Fussball widmen 😉 !

Chillen in Desplomilandia.

Weihnachten werden wir für einmal ohne den ganzen Rummel, ohne Weihnachtsbaum und (das ist das Beste!!!) ohne SCHNEE verbringen. Sondern mit Chorreras, Churros und Flamenco. In diesem Sinne: FROHE FESTTAGE!

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