Kleine Höhlen – grosse Sinter: verborgene Perlen um Jaèn

Wir blicken auf eine ereignisreiche Zeit in den Klettergebieten um Jaèn mit vielen netten Bekanntschaften zurück. Durch die einheimischen Kletterer aus Jaèn kamen wir in den Genuss von einigen (noch) unbekannten Perlen in Nordandalusien. Das erste Motto lautet hier: Klein aber fein. Das zweite Motto lautet: Knieklemmen (auf spanisch: Rodilla) was das Zeugs hält! “Una rodilla aqui y una rodilla aqui”, pflegen unsere spanischen Kletterkollegen zu sagen und wir Schweizer Leistenknaller sehen vor lauter Rodillas den Fels kaum noch…

Ebendiese “Rodillas” (und noch einige Tricks mehr) sind in Zuheros gefragt, unweit von Jaèn. Die Sika-Künstler haben hier zwar ihr Lebenswerk vollendet, aber nichtsdestotrotz hat uns die Grotte mit ihrem 30m Dach und den senkrechten Stalaktiten sehr gefallen. Auch das Dörfchen ist wunderbar, als wäre es aus den Märchen aus 1001 Nacht entsprungen.

Isajas und seine österreichische Freundin Isabella, die nicht selten als Dolmetscherin fungierte, haben uns freundlicherweise durch die Höhle von Zuheros geführt.

Isaja in einer sagenhaften 8a+ in der Grotte von Zuheros.

Und nicht nur das: Isajas, der “King of Rodillas”, hat uns dazu noch eindrucksvoll seine Kniekunst demonstriert (siehe Foto).

Bevor wir in Zuheros in der Horizontalen waren, kletterten wir in Reguchillo (siehe letzter Beitrag). Die Felsqualität dieser ebenfalls unbekannten Perle ist kaum zu überbieten, ebensowenig wie die sympathischen Kletterer aus Jaèn und die Anwohner in Reguchillo, die uns sogar zum Nachtessen eingeladen haben.

Rahel…

Reguchillo at its best: Pedro aus Murcia in “Nano” – Adrians lieblings 8a in 4 Monaten Spanien!

Eine schöne, aber zugleich auch eine traurige Bekanntschaft haben wir ebenfalls in Reguchillo gemacht. Diesmal handelt es sich aber nicht um einen netten Kletterer, sondern um einen ausgestzten Hund. Ein ganz besonderer andalusischer Schäferhund mit grossen “Tätzli”. Rahel hätte ihn am liebsten mitgenommen. Schlussendlich haben wir eine (hoffentlich) gute Lösung für den armen Hundi gefunden, er wurde bei einer Kollegin von einer Kletterbekanntschaft untergebracht.

Nächste Woche werden wir dann wieder nordwärts ziehen. In der Region um Valencia machen wir unseren wohl letzten Stop in Spanien. Bis dahin verdrehen wir noch ordentlich unsere Knie!

Hasta luego!

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