Summa summarum von 6 Monaten im gelben Blitz

Wir befinden uns momentan in einer wohlgewärmten  Gite in St. Léger, wo wir die letzten Tage unserer Reise geniessen. Denn unser knapp 6 Monate dauernder Klettertrip neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Nicht zuletzt wegen der Kältewelle, die mittlerweilen auch Nordspanien und Südfrankreich erreicht hat, werden wir in wenigen Tagen wieder in der verschneiten Schweiz sein – Zeit für eine Bilanz! In diesem Beitrag werdet ihr deshalb mit atemberaubenden Ticklisten bombardiert, doch dazu später…

Olianas “Contrafort de Rumbau” – hier wird grosses Kino geboten!

Bevor wir das Olé-Venga-Partyland verliessen, statteten wir dem Modegebiet “Oliana” in Nordkatalonien einen kurzen Besuch ab. Tatsächlich wurden wir nicht enttäuscht. Der eindrückliche Bauch des Sektors ist atemberaubend. Und an alle, die nicht 8c klettern: Es gibt auch wunderbare Siebner zu ticken!

Das grosse Auge von Oliana.

Oliana? Bekannt wurde dieses Gebiet durch spektakuläre Durchstiege von einem gewissen Amerikaner mit lockerflockigem Haar – Steve McDonald*. Ebendieser (ihr wisst schon, wen ich meine…) hat uns am zweiten Klettertag eine Riesenshow geboten, leider nicht beim Klettern… Der gute Steve hat seine geliebte Freundin gut und gerne 2m in den Busch fallen gelassen – ein zu kurzes Seil und kein Knoten… Zzzzzz. Zum Glück hat sich die Gute nicht verletzt. Lieber Steve*: Immer einen Knoten ins Seil machen, wenn man 50m-Routen probiert!

*Der Name wurde von der Redaktion geändert.

Das Flugopfer in ihrem Projekt in Oliana

Die Eiseskälte in der Nacht und die langsam aber sicher verfliegende Motivation, ein schweres Projekt anzugreifen,  hat uns nach zwei Tagen zur Weiterfahrt bewogen. Aber eines ist sicher: Nach Oliana gehen wir wieder zurück – mit viel Strom und einem warmen Pyjama!

Die Morgensonne in Oliana.

Über das Zwergenland Andorra, welches nur aus Einkaufszentren und Sikiliften besteht, fuhren wir nach St. Léger am Mont Ventoux, wo uns Serge in der wohl geheizten Gite  empfing. Doch das Bild hat sich drastisch verändert: Die Weisstöne dominieren hier in Form von SCHNEE!!! Leider haben wir die Schneeschuhe vergessen, sonst hätten wir glatt den Mont Ventoux bestiegen, anstatt zu klettern.

Wo gehts denn hier zu den Skipisten, bitteschön? Die kalte Ankunft in St. Léger du Ventoux.
Brrr…

Natürlich liessen uns die unzähligen sinterverhangenen Wände in St. Léger nicht kalt und wir kletterten ein bisschen, wenn auch in einem kurzen Zeitfenster.

Sergio in “Moby Dick” (7c)
Auch bei 20cm Schnee lässt es sich hier ordentlich klettern!

Und nun zu den langersehnten Ticklisten, sonstige Listen und Tabellen unserer knapp 6 Monate dauernden Reise, entlang der besten Kletterspots Westeuropas. Geordnet nach Kategorie.

Alles rund um den Blitz

  • Verlorene Gegenstände (was nicht heisst, dass sie in den Tiefen unseres Buses irgendwann wieder auftauchen): Abwaschbürste, Tupperware, Kochtopf (vom Fuchs geklaut), Sackmeser, 5 Socken (keine Paare, versteht sich…).
  • Gefahrene Kilometer: ca. 4’500
  • Pannen: Nur ein Reifenplatzer, den wir fachmännisch und fachfraulich behoben haben.
  • Überholmanöver: Einen Traktor mit dem 30er-Schild, immerhin etwas…

Alles übers Klettern

  • Besuchte Klettergebiete: Vallon de Van (5 Tage), Rawyl (2 Wochen), Céüse (10 Tage), Gorges du Tarn (3 Wochen), Rodellar (2 Wochen), Margalef (10 Tage),  Siurana (1 Monat), Gandia (1 Tag), Sella (2 Tage), El Chorro (2 Tage), Desplomilandia (3 Tage), Cacin (1 Woche), Reguchillo (10 Tage), Loja (1 Tag), Zuheros (4 Tage), Chulilla (1 Woche), Oliana (2 Tage), St. Léger (3 Tage).
  • Klettertage: 94
  • Regentage: 11
  • Geknipste Routen: Adrian rund 30 Routen zwischen 7c und 8b, Rahel tonnenweise bis 7b+
  • Offene Projekte: Genug, um nochmals 6 Monate  zurückzufahren!

Leisure and Pleasure

  • Gelesene Bücher: VIELE!!! Rahel 12, Adrian 11 (der hat dafür noch 20 Topos gelesen…)
  • Gespielte Yatzy-Partien: 62; Yatzy-King bzw. Queen: Rahel mit 13 Best-of-5-Siegen. Gratulation!
  • Besuchte China-Basare in Spanien: So viele, dass wir nun auch spanisches Chinesisch sprechen (“tles eulos, pol favol!”!

Insgesamt blicken wir auf eine fantastische Zeit mit vielen Begegnungen, Bewegungen und Begehungen zurück. Und vor allem haben wir die Zeit (mehr oder weniger) unfallfrei und wohlauf überstanden – das ist das wichtigste! Mit Sicherheit werden wir den einen oder anderen Spot bald wieder besuchen.

THIS IS THE END, MY FRIEND… MAN SIEHT SICH AN DEN FELSEN UNSERER BREITEN WIEDER!!!

VENGA!!!

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